Sonntag, 20. Dezember 2015

Von den 'Vereinnahmten Staaten' zur SynchroPolis



Der 'Vereinnahmte Staat' am Beispiel Deutschland: Parteien, die sich dem im Grundgesetz festgelegten Auftrag „bei der politischen Willensbildung des Volkes mitzuwirken“ vollständig enthoben haben, indem die die alleinigen 'parlamentarischen Inhaber der politischen Gewalt' geworden sind. Von MITwirken kann keine Rede sein, da es faktisch keine anderen Ebenen des 'Wirkens' gibt, als die, die von den Parteien selbst ausgeübten UND in Selbstverwaltung der rechtlichen Rahmen-Struktur der Parteien selbst als auch der 'Zugänglichkeit' des Parlaments (5% Hürde) in der Konkurrenzlosigkeit gehalten werden. Ebenso ist die im Grundgesetz geforderte „innere Ordnung“ der Parteien, die „demokratischen Grundsätzen entsprechen“ muss, allein schon durch den 'Fraktionszwang' ausgehebelt.....von den diversen 'Einflußnahmen' Dritter (insbes. im transatlantischen Verbund) ganz abgesehen.
Die Verschiebung von Presse und Medien in die allererste Macht-Position ...noch VOR den drei Staatsgewalten. Die 'Übernahme und Lenkung' des Staates durch Macht-Vereinigung im 'Zentralkomitee-Format' bei gleichzeitiger Versumpfung und Versenkung der parlamentarischen Demokratie durch weitestgehende Selbstrotation der Parteien in den eigenen Belangen (eigenem 'Brei')

Einige kurze 'Umriß-Skizzen' was anstelle der Parteien-Kandidaten ins 'Wahlverfahren' eingebracht werden könnte: Grundsätzliche Unmittelbarkeit der zu Wählenden! Nur Sachkenntnis und persönliche Befähigung sind relevant. Wählbarkeit jeweils für den 'Raum' der Wahl. Zum Beispiel: Bundesweite Wählbarkeit bei Bundestagswahlen. Das ist heute technisch zu organisieren! (Der Bürger vom Bodensee kann z.B. einen in Bremen ansässigen Kandidaten direkt wählen, wenn er den für den sachlich kompetentesten Bewerber hält)


Die 'SynchroPolis': ( ab Min. 15.30)
Die Zivilgesellschaft der vernetzten Fähigkeiten. Von der Kapital-fundierten zur Fähigkeits-fundierten Wirtschaft. Ein anderer Wachstumsbegriff als überlebenswichtiger Strategiebestandteil: Vom expansiven Wachstum ( bis an die letzten Grenzen der Ressourcen mitsamt 'Ressourcen-Kriegen') das 'Wachstum' in den 'inneren Synergien'. Die 'K&K'-Synergien: Komplexität und Komplementarität innerhalb bestehender 'System-Segmente' in NEUEN Gestaltungsebenen optimieren.....und dort wo sie zu 'Interessenwahrung' und Krieg beitragen, entscheidend zu entschärfen.
Skizze einer 'Real-Utopie am Beispiel einer umfassenden Vernetzung von Architektur, (Bauen, Wohnen und Siedeln) mit Mobilitäts-und Verkehrsinfrastruktur und solarbasierter EnergieERNTE.

Kurzum: Was und wie wir bauen...und was und wie wir fahren, entscheidet darüber, womit unsere Kinder in die Welt fahren: Sonnenhut oder Stahlhelm! …..!!



Sonntag, 13. Dezember 2015

EU....Vereinnahmte Staaten von Europa

NEUE nationale Bewegungen und staatliche Selbstverortung im Nationalen („Front National“ und andere in Europa)
Ist der Schritt in neue Auflagen des NATIONALEN ein richtiger Schritt in die Zukunft,...oder zeigt sich darin, dass wir dem ersten Verhängnis, nämlich Europa als ein Eliten-Projekt nach Vorbild der 'Vereinnahmten Staaten von Amerika' zu bilden (bzw. zu mißbilden), ein zweites Verhängnis folgen lassen, indem wir nicht etwas NEUES (jenseits alter Nationen-und Staatsbegriffe) aus den Zivilgesellschaften heraus entwickelt haben.
Die in Europa buchstäblich 'herrschende' Gemeinschaftsidee eines supranational erweiterten Zentralstaates mit Brüsseler 'Zentralkomitee' als DIE Katastrophe schlechthin, da absolut konträr zu den eigentlichen Strömungen, die aus einem tiefer in der Zeit veranlagten Impuls ins LEBEN treten wollen (und müssen)

Was LEBT in den 'tieferen Schichten der Zeit'?
NEUE Formen und Formate der Beziehungen (und Vernetzungen) der Menschen, die letztendlich in eine globale Menschen-Gemeinschaft einmünden können?
Zwischenfrage: Ist man, wenn man die 'globale Menschen-Gemeinschaft' für ein wünschbares Ziel hält, im Signum der NWO unterwegs? Oder ist die 'Neue Welt Ordnung' der globale Verrat an dem was eigentlich in diesem Zeitfenster der Menschheitsentwicklung auf den evolutiven Plan treten will?
Kann das eigentlich 'Angesagte' in Kurzform umschrieben werden mit: NWOS = New World Open Spirit?

Die Preisgabe des Menschlichen zugunsten des Staatlichen als innerstes Resultat der EU, die eben nichts von Europa (und seinen historischen 'Grundierungen' mitsamt deren Unterschieden zu den USA) verstanden hat....und daher mit jeder 'selbstverleugnenden Dienlichkeit' in Richtung USA die rückwärtsgewandten Nationalismen in Europa nur antreiben wird...!!

Die neuen 'Einhegungen' aufs Nationale werden wohl kaum ohne erweiterte Konfliktpotentiale einhergehen.
DAS (inklusive neuer Kriege) sollte ALLSEITIG bedacht sein!

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EUROPA ....."vereinigt" oder 'vereinnahmt'!?! (Auszugs-Fassung) 


Veröffentlicht am 24.06.2016


EUROPA...."vereinigt" oder 'vereinnahmt'.
(Auszug aus der Erstveröffentlichung v. 9.11.2015)

Es wird in nächster Zukunft alles darauf ankommen, Europa jenseits der bisherigen EU-Konstrukte zu gestalten.

Frage ans Grundsätzliche: Staatenbund oder Bundesstaat?
Der "Staatenbund" der frei-assoziativen Staaten als öffentlich-medialer 'Verkaufsschlager....und der zentralistisch organisierte "Bundesstaat" mit demokratisch nie legitimierter 'Kern-Regierung' als faktisches Ergebnis.
Die falschen 'Eliten' greifen richtig zu: Die 'geklauten Staaten von Europa'!
Starker Tobak? Man höre in dem hier verlinkten KenFM-Video insbesondere die Min. 37-47 des Interviews von Dirk Pohlmann mit Yanis Voroufakis*

Kernerkenntnis: Entweder die Idee eines vereinigten Europa wird in der eigentlich 'gemeinten' Form angepackt, d.h. radikaler Macht-Entzug gegenüber den derzeitigen Macht(In)habern,....oder Europa fährt gegen die Wand und zersplittert in Nationalismen ....mit uneinschätzbaren Folgen.
Die 'vernetzten Zivilgesellschaften' als gegenläufige Chance.

"Reparatur" am "Haus Europa" nur möglich, wenn die jetzigen 'Sachverwalter der Unterwerfung' aus Ämtern, Stellungen und Einwirkungs-Kreisen jeder Art entfernt werden.
Die 'eingebaute' Geschichte vom Economic Hitman.....und seine vermutete Realität nach dem OXI-Referendum in Griechenland. ....im ebenso vermuteten Gespann mit einem 'Military Hitman'.

Abhilfe, Heilung, "Reparatur". Nur unter der Maßgabe wahrhaftigster Analyse möglich.
Was müssen wir erbringen? Was muss kommen? .....NEUES! Buchstäblich NOCH NIE DAGEWESENES!

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*Hervorragende Einblicke in die tieferen und verborgenen Strukturen der Macht in Europa (und darüber hinaus) durch ein hochinteressantes Interview von Dirk Pohlmann mit Yanis Varoufakis
https://youtu.be/7kLS06QtWNE

Sonntag, 31. Mai 2015

En(d)tscheidungszeit ....Wesen und Zukunft des Menschen


Ausgehend von einem in der ZEIT veröffentlichten Artikel zum Thema 'Künstliche Intelligenz', werden einige Gedanken zu Wesen und Zukunft des Menschen entwickelt:
Die 'Verlockung' des maschinell organisierten Friedens und paradiesischer Zustände des Menschen unter Herrschaft der KI (Künstliche Intelligenz)
Der Verlust der Entwicklungsfähigkeit des Menschen in einem solchen "Paradies". Die damit verbundene tiefe Selbst-Zerstörung des Menschen, des eigentlich 'Gemeinten' ....im Kosmos!
Leben des Menschen und der Erde. Die Erde als Ort der 'Vollversammlung' des 'Lebendigen im Kosmos', seine Entwicklungspotentiale, seine Zukünfte ...und deren Vernichtung in einem 'KI-Paradies'.
Der Mensch als im Geistigen der Welt eingebundenes Wesen. Das Ewige als 'geistiger Wesenskern' im Menschen. Inkarnation und Reinkarnation. Schicksalsfolge (Karma) Verantwortungsbegründund durch Einsicht in die Komplexität und Komplementarität der Welt.
Wenn nicht jetzt,....wann dann?...??!!

Der Artikel in der Zeit findet sich hier: http://www.zeit.de/campus/2015/03/kuenstliche-intelligenz-roboter-computer-menschheit-superintelligenz

Mittwoch, 13. Mai 2015

Atom-Waffen: Die Krise des Denkens und der Abgrund des Handelns


Atomenergien, Atomwaffen, Atombomben,
Atomphysik in der heutigen Form als Verirrung in die Todeszone.
Fragen nach der Materie. Kern-Zertrümmerung... die einzige Richtung?
Hans Peter Dürr, Werner Heisenberg: "Die Melodie des Atoms".

Der Kosmos: Maschinell oder Musikalisch? 

Die zwei Richtungen der Materie-Verwandlung. 
Goethes Faust: Vom WORT über den SINN und die KRAFT bis zur TAT.....und dem signifikantesten 'technischen Niederschlag' dieses Weges in der Nutzung der atomaren (Materie)Kräfte. 
Auflösung und (mögliche) Umkehrung durch Erkennen der Komplexität und Komplementarität unserer Lebens-Welt! 

Welterfassung statt Weltunterwerfung (Vernichtung)
Herausforderung und Heraufforderung.

Samstag, 17. Januar 2015

"Lügenpresse", 'Assistenz-Medien', 'Konstruktionsbüros für Installierte Wirklichkeiten'...oder...Mit welcher Begrifflichkeit ist unvoreingenommene Nachdenklichkeit zu erzeugen?

"Lügenpresse". Das "Unwort des Jahres"!
Oder anders,... die 'Unanständigkeit im Mund'. Das große gesellschaftliche 'bah! ...igittigit, ist doch "Lügenpresse...ein Begriff, den Adolf Hitler bekannt gemacht hat" (Dieter Nuhr in der ARD am 15.1.15)

So muss ich leider sehen, wie 
gut der 'Dreh' mit der 'Nazi-Verortung' des Begriffs "Lügenpresse" funktioniert und selbst in die Reihen derer Eingang gefunden hat, wo man sich nur über eine so glatte und unkritische 'Begriffs-Verortung' bei 'Nazis' wundern darf.
Das Wort "Lügenpresse" bezieht sich in meiner Sicht der Dinge in der 'aktuellen Verwendung' nicht auf irgendeine 'Historie', weder auf Hitler, noch auf Goebbels und auch nicht auf sonst einen 'Nazi-Kontext', sondern auf die seit gut einem Jahr massivst zu tage tretende und für jeden kritischen Zeitgenossen kaum zu umgehende Wahrnehmung, dass die Presse nicht nur über Ereignisse berichtet, sondern sich zu 'strategischen Kombattanten' von wirtschaftlich-politischen Geflechten macht...und in deren Sinn die 'Berichterstattung' als 'lenkendes Instrument' einsetzt!
Ich persönlich habe diese Variante der Presse, die namentlich 2014 zum Vorschein kam, die 'Assistenz-Presse' genannt, oder die 'dienlichen Konstrukteure der Installierten Wirklichkeit'.
Aber man kann das auch kurz und einfach "Lügenpresse" nennen. 

Es geht nicht um irgendwelche Befindlichkeiten oder journalistischen 'Betroffenheiten'.
Es geht nicht um "Unworte". Es geht um die Erkenntnis dessen, was sich (ggf. auch undifferenziert und 'dumpf-ahnend') an die Oberfläche schiebt!
Sind also alle Fragen von der Hand zu weisen, ob
 wir mit dieser Presse (der 'dienlichen Assistenzen') zutiefst und existentiell bedroht sind? Wie weit kann 'Presse-Arbeit' gehen, wenn es letztendlich um 'Krieg und Frieden' geht? 

Ist es da nicht zweitrangig, ob man von "Lügenpresse" oder von 'Installierten Wirklichkeiten' oder in sonst einer Begrifflichkeit spricht.  Ist das nicht bestenfalls 'Stilfrage'?  Soll uns eine 'Stilfrage' oder gar das "Unwort"-Verdikt davon abhalten, die Sache selbst, die 'gezielte und interessengeleitete Wirklichkeits-Manipulation' vor dem Hintergrund, dass sie eben bis hinein in reale Kriege mit realen Toten hinein reicht, zu hinterfragen? Oder muss das nicht glasklar auf den Tisch?  Muss das nicht in die öffentliche Wahrnehmung kommen?!

Was ist hier los in unserem Land?
Was ist möglich in dieser Presse, die sich nun mit dem "Unwort des Jahres" so flink in die 'Selbstwaschanlage mit Weihrauchbestäubung' begibt?
Gibt es da keine nachdenkenswerten Anfragen an die eigenen 'Machenschaften'?


Zur 'medialen Erinnerungs-Kultur' sei, stellvertretend für vieles andere, auf den 'Separatisten mit dem Teddy' verwiesen, der bei MH 17 als die schiere Ausgeburt menschlicher Niedertracht (auch) in vielen deutschen Medien präsentiert und medial ausgeschlachtet worden ist! Darf man das real existierende "Lügenpresse" nennen? 



                                                           

Oder.... wie ist das mit diesem Bild von Putin aus dem "Hamburger Abendblatt" vom 02.09.2014?..??

Selbst wenn man davon absieht, dass dort ein Staatspräsident (!!) eines medienseitig als 'feindlich' eingestuften Landes gezeigt wird....geht das generell?...?
Ein MENSCH als Zielscheibe?

Ist das "Lügenpresse"? Oder versagt da sogar das "Unwort"? Ist das eine journalistische 'Untat' vor der sogar das "Unwort" von der "Lügenpresse" vor Scham versinkt ??!

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Aber es gibt auch die etwas 'qualitätsvolleren!' Assoziations-Verschränkungen.
Auffallend oft hinsichtlich 9/11.
So fragte bei MH 17 die ZEIT am 24.07.2014:

"Ist das Europas 11. September?
Der Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine lässt nicht nur Russland und den Westen aufeinanderprallen, sondern auch zwei Weltbilder. Doch Europa kann aus 9/11 lernen." 

In dem Artikel finden sich folgende Passagen:
"Putin jetzt schlicht zum Psychopathen zu stempeln, hilft gegen diese Dymanik rein gar nichts, im Gegenteil. Sicher, er lebt in einer anderen Welt. Aber das tun Islamisten auch. Leider gibt es zu viele Leute mit absurden Weltbildern, um sie plausibel allesamt als krank abtun zu können. In Russland befürworteten noch im März 65 Prozent der Bevölkerung den Krieg gegen die "Faschisten" in der Ukraine, wie das Kreml-unabhängige Lewada-Institut ermittelt hat."
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Was seit 7/17 heftiger und gefährlicher zusammenprallt als jemals zuvor, sind demokratische und selbstkritische Länder auf der einen Seite und Länder, die nie demokratisch und kaum selbstkritisch gewesen sind, auf der anderen Seite. Ganz ähnlich wie islamische Radikale spüren die Putin-Günstlinge in Moskau ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Rückständigkeit, und nach bekanntem Muster verachten sie das, was sie selbst nicht fertigbringen.
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Getrieben vom Wahn moralischer Überlegenheit richtet sich ihr ganzes Streben auf die  Errichtung eines globalen Gegengewichts zur Weltmacht USA. Klingt bekannt? Sagen wir's mal so: Was den einen ihr Kalifat ist, ist den anderen ihr Neurussland. Was heißt das nun für den Westen? Ganz einfach: Er muss sich umso mehr auf seinen Marktvorteil der Selbstkritik besinnen. 
Die 13 Jahre nach 9/11 sind voll von Fehlern, aus denen sich prächtig lernen lässt.
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Tja, "Putin" ..."lebt in einer anderen Welt" Diese "andere Welt" teilt sich der Staatspräsident Russlands mit wem? Mit den "Islamisten"! So einfach geht 'Feindbild stricken'!..!!  Ebenso bei "Kalifat und Neurussland". Man könnte prosaisch werden: Ein Faden hüh, ein Faden hott....fertig ist das 'Assoziations-Komplott'! Oder was ist das, wenn man das "mal so" sagt?
Was ist das, wenn Jochen Bittner von der ZEIT dem noch folgen lässt:
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"Der größte Gesamtfehler dieser Ära war das Versagen westlicher soft power. Weder Amerika noch Europa ist es gelungen, die politischen Gewichte in der islamischen Welt zu ihren Gunsten zu verschieben."

Als Handlungsempfehlung an die Politik folgt dann noch:
"
Es gibt kritische Journalisten und Akademiker. Diese Leute lassen sich stärken: mit Geld für ihre Zeitungen, Bücher und Webseiten, mit schützender Öffentlichkeit, indem man ihnen zu Lautstärke verhilft. Es sind diese Russen, und zwar ausschließlich sie, mit denen Europa eine "strategische Partnerschaft" pflegen sollte. Ob sie irgendwann die kritische Masse formen können, die Russland verändert? Wer weiß das. Sicher ist: Wenn der Westen nicht jetzt mit ihrem Aufbau anfängt, wird ihre Chance klein bleiben."
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Im Klartext ist das eine Aufforderung die "politischen Gewichte" zu verschieben.
Und zwar "zugunsten von Amerika und Europa" Mit "soft power" sei das, jedenfalls was die "islamische Welt" anbelangt, "nicht gelungen".
Nun gilt es, da eben, wie vorher assoziativ verschränkt, "Kalifat und Neurussland" in einer Reihung stehen, "Leute zu stärken" im Sinne einer für "Amerika und Europa" günstigen "strategischen Partnerschaft"!
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Nochmal: Was ist das? .......Pressearbeit? Freie Presse? Pressefreiheit?
Oder 'Assistenz-Presse'?
Mindestens. Oder ist das eine 'Handlungsempfehlung', die eigentlich! weit über das 'journalistische Metier' hinausreicht....und die "Lügenpresse" zumindest haarscharf streift?!

Schlussbemerkung:
Wie bereits gesagt, die 'Pressearbeit' reicht in diesen Tagen und Zeiten bis in Fragen um 'Krieg und Frieden' hinein. Bis zu realen Kämpfen mit realen Toten.
Da diese 'Folgen-Dimension' entweder in manchen 'Presse-Organen' unbekannt ist, oder, was leider nicht in jedem Fall auszuschließen ist, auch bei Schädigung der eigenen Landsleute buchstäblich 'in Kauf genommen' wird, soll nichts unversucht bleiben, der Erkenntnis-Erweiterung auf die Sprünge zu verhelfen.
Daher diese Zeilen.
Freundliche Grüße in die Runde.

Wilfried Michalski

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Das Bild 'Separatist mit Teddy' ist einem (gerne zur Lektüre empfohlenen) Beitrag im 'Freitag' entnommen: https://www.freitag.de/autoren/julian-k/zdf-zerreisst-ukraine-berichterstattung   


ZEIT-Artikel: http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/fuenf-vor-acht-russland-putin-ukraine-9-11

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Ergänzendes findet sich noch in einem Manuskript das ich vor zehn Jahren verfasst habe und das prinzipiell nicht an Aktualität verloren hat....eher im Gegenteil: 

Die 'INSTALLIERTE WIRKLICHKEIT' ......oder 'Die friedliche Massenvergiftung'

Sonntag, 21. Dezember 2014

Wohin? ….. Brücke oder Achterbahn?...?? I

  Zukunft oder Zukünfte? (Offen oder 'vernagelt' - 'Staub' oder 'Samen'?)
   (Manuskript von 2004)


Jetzt, zum Anfang eines neuen Jahrtausends werden wir uns alle öffnen müssen, um immer konkreter in die Wahrnehmung hinein zu nehmen, dass wir nicht mehr nur in verschiedenen Völkern, Gruppen, Familien, Stämmen, Religionen usw. leben, sondern in einer Menschheit.
Das ist die heutige Herausforderung.
Unseren Blick zu erweitern und unsere Wahrnehmung auszudehnen. Auf uns! Auf uns alle, die wir auf dieser Erde in dieser Zeit versammelt sind.
Zufällig? ...??


Sind wir alle jetzt hier, nur weil dem Zufall gerade nichts besseres eingefallen ist?
Zufall und Notwendigkeit“ in einem gnadenlos unbeteiligten Weltall. Das Staubkorn am Rande des Universums. So ist die gängige Ansicht!
Kurz gesagt: Blindflug vom Urknall bis zum Endknall!
Wenn dieses Bild richtig ist, dann hätten wir eigentlich auch nichts Besonderes zu verlieren. Da könnte die Entwicklung beendet werden, ohne dass der Verlust der Menschheit in den Weiten des Kosmos sonderlich ins Gewicht fiele. Wenn er denn überhaupt bemerkt würde.
Wer soll schon den Verlust eines Staubkorns bemerken?
Staubkorn?

Ein Staubkorn ist tot.
Ein Staubkorn trägt keine Möglichkeit in sich, aus sich selbst etwas Neues, etwas Höheres hervorzubringen. Ein Staubkorn ist in sich selbst abgeschlossen und ohne Zugang zu höheren Möglichkeiten.
Sieht die Erde aus wie ein Staubkorn?
Oder-
vielleicht doch eher wie ein Samenkorn?
Ein Samenkorn ist etwas ganz anderes.
Ein Samenkorn trägt in sich die Potentiale, in Zukunft noch etwas ganz anderes zu werden. In ihm sind zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten schon wie in einem Urbild vorhanden.
Trifft das Samenkorn auf die nötigen Entwicklungsbedingungen, die ihm von der äußeren Welt, der Umwelt, zur Verfügung gestellt werden, so kann es sich den inneren Veranlagungen entsprechend entfalten.
Lässt sich ein solches Bild auch auf die Erde übertragen?

Ist die Erde vielleicht ein Körper im Weltall, der mit einem Urbild begabt seine Bahn im Weltall zieht? Ein wirklich lebender Himmelskörper. Nicht nur Leben tragend, sondern selbst wesenhaft, lebendiger Körper?
Und wen könnte die Erde, das Samenkorn im Kosmos, als Urbild, als Entwicklungsziel in sich tragen? Wen könnte die Erde tief innerlich als Ziel all ihrer eigenen Entwicklung vor sich selbst gestellt haben?
Den Menschen?
Wäre das möglich?
Könnte es sein, dass die Erde uns meint? Der Mensch, das innerste Ziel der Erde?

Dass diese Frage durchaus von naturwissenschaftlichem Interesse ist, hat man in den letzten Jahrzehnten aus den Veröffentlichungen einiger Naturwissenschaftler entnehmen können. So hat Reinhard Breuer, Physiker am Max Plank Institut, ein 1984 erschienenes Buch geschrieben, mit dem Titel: „Das anthropische Prinzip“
Dieses Buch ist daher so bemerkenswert, weil es aufzeigt, wie rechnerisch fragwürdig eigentlich die ganze Sicht der Zufälligkeiten sind, die zur Entstehung der Erde und des Menschen geführt haben sollen.
In seinem „ anthropischen Prinzip“, weist R. Breuer darauf hin, dass es nur einer einzigen, extrem kleinen Verschiebung in den Rahmenbedingungen des Kosmos bedurft hätte, um den Menschen zu verunmöglichen.
Dass aber alles so hundertprozentig, so absolut stimmig und perfekt zueinander passt, lässt ihn danach fragen, ob der Kosmos so ist, wie er ist, weil er den Menschen hervorbringen wollte? !

Die Frage nach der Stellung des Menschen, nach seinem Rang, wird also von verschiedenster Seite gestellt. Auch von naturwissenschaftlicher! Und das ist sehr hoffnungsvoll!

Auch aus der Welt der Fakten, des Zählens, Messens und Wiegens, kommt nun die Frage nach der Bedeutung und der Verantwortung der Menschen auf uns zu.
Wir leben wahrscheinlich nicht ziellos in einer ziellosen Welt!

Und wenn wir Menschen trotzdem leben, als wären wir nicht gemeint, eben planlos- und im großen und ganzen auch ziellos- und allenfalls den ökonomischen Verfahren und Marktmechanismen dienend oder unterworfen? Droht uns dann nicht der Selbstverlust auf diesem Weg?
Agieren wir dann nicht wie Menschen, die eigentlich aufgerufen sind eine „Brücke“ von einem Ufer zum anderen zu bauen, die sich dann aber unterwegs in die technischen Möglichkeiten ihrer Ingenieurkünste vergaffen und lieber eine „Achterbahn“ bauen?
Sind wir heute in einer solchen Situation?
Haben wir uns weltweit eine Achterbahn zusammengeschraubt, weil wir kein Ziel, kein neues Ufer, mehr vor Augen hatten?

Wohin soll die Evolution gehen? Ist da alles vorbestimmt oder gibt es da eine Wahl? Gibt es nur eine mögliche Zukunft, oder gibt es mehrere potentielle Zukünfte?
Ist die Zukunft durch Vergangenheit und Gegenwart schon so geprägt, dass man daran nichts Wesentliches mehr ändern kann. Oder gibt es entscheidende Schnittpunkte in der Geschichte, an denen sich der weitere Verlauf wirklich entscheidet. Wo ein Weg in die Zukunft wirklich entschieden wird.
Ein Punkt an dem man wach sein sollte für die unterschiedlichen Möglichkeiten und den unterschiedlichen Ergebnissen, die sich aus dem einen oder dem anderen ergeben werden.
Man landet, das kann nicht deutlich genug gesagt werden, in verschiedenen Zukünften, wenn man nur einige wenige Wahlmöglichkeiten durchspielt, wo und in welcher Reihenfolge Prioritäten gesetzt werden sollen:
Zum Beispiel: In die Entwicklung und Transformation der Erde, den äußeren Weltraum oder in die ethische Bildung und Befähigung des Menschen?
Oder: Erst in den Weltraum und dann in die ethische Bildung des Menschen und dann erst in die Entwicklung und Transformation der Erde?
Oder lieber noch anders: Erst in die ethische des Menschen und dann in die Entwicklung und Transformation der Erde und dann in den äußeren Weltraum?
Oder ganz anders:
Von der ethischen Bildung des Menschen wird nichts Wichtiges erwartet, die Entwicklung und Transformation der Erde ist allenfalls ein Thema für Exoten und Phantasten und die aufgeklärte und kapitalbewehrte Welt hält die Bezwingung und Unterwerfung allen Lebens auf der Erde und die Eroberung den äußeren Weltraums in eben diesem Signum für das dringendeste Tätigkeitsfeld.

Die letztgenannten Variante ist die zur Zeit am meisten forcierte. Daher ist die, fatalerweise noch 'waffenstarrend' flankierte, „Achterbahn“ so sehr der Tummelplatz des Weltgeschehens.
Nicht der Mensch ergreift die Welt, sondern die sachlichen Möglichkeiten der Welt ergreifen den Menschen.
Das ist die große Umpolung!
Damit wird der Mensch immer mehr seiner überragenden, seiner wahrhaft geistig-spirituellen Möglichkeiten „entkernt.“
Diese „Entkernung“ ist in vielen Lebensbereichen auf dem Vormarsch. Als aktuelles Beispiel sei auf die sich einstellenden Realitäten der Klontechnik verwiesen.
Klontechnik ist eine hochintelligente, hochbrisante und hochgefährliche Fahrt mit der „Achterbahn“! Es wird ungeheuer viel bewegt, aber nichts erzielt!
Die Verdoppelung oder Multiplikation des Menschen ist, angesichts der oft bejammerten „Überbevölkerung,“ mit Sicherheit kein Fortschritt, sondern allenfalls ein Rundschritt.

Auch in solchen Forschungsgegenständen wie der Klontechnik zeigt sich, stellvertretend für vieles, der enorme Sinnverlust, der sich hochtechnisiert zur Geltung bringt. Es ist eben nicht nur die Frage wie, sondern erst einmal die Frage was. Eben nicht nur know how, sondern auch know what. Und im Gesamtkontext aller Lebenssphären sogar know who! Wer ist die Welt!
Wer ist die Welt?
Welch eine verwegene, wenn nicht gar absurde Frage, in einer Welt, in der die führenden Köpfe sich nun aufmachen nach Spuren des Lebens im Weltall zu suchen.
Wer sagt ihnen, den versammelten Lebenssuchern, dass das Weltall nicht Leben hervorbringt, sondern Leben ist!
Dass der Kosmos nicht nur Materie ist, sondern die Materie die verfestigte Ausdrucksform von höherem, übermateriellem Leben ist. Dass es eben verschiedene Abstufungen von „Lebensprozessen“ gibt. Von der Übermaterie durch die Materie in die Untermaterie - und wieder aufwärts!
So bricht man eben, von einem fundamentalen Irrtum ausgehend logisch denkend, in den Weltraum auf und sucht in einem kosmischen Organismus, nach Spuren des Lebens!

Selbstverständlich ist der Weltraum ist zwar ein sehr verlockender 'Raum' und er hat auch mit dem Menschen zu tun.
Die Frage ist nur, ob bei dem gegenwärtigen Weltverständnis, das eben zu militärisch geprägten Weltraumprogrammen führt, etwas Sinnvolles für das Leben des Weltalls, als auch für den Menschen, dabei herauskommen kann.
Ob bei Menschen, die nicht einmal in der Lage sind, der Erde mit Respekt zu begegnen, die, um den führenden Verkünder der Weltraumeroberung zu benennen, nicht einmal aus ihrem Armageddon,- und Endzeitschlachtdesaster herausfallen, wenn sie die Erde atomar bedrohen; ob bei denen die Eroberung des Weltalls in den richtigen Händen ist, ist wohl kaum anzunehmen.

Wenn es nur um Wissenschaft und Forschung ginge und nur um das Abenteuer, dass der Mensch den äußeren Weltraum erobert, dem er geistig gesehen ja entstammt, wenn es also nur darum ginge, dass der Mensch mit physischen Augen die Wunder des Weltalls sieht, dann wäre gegen ein solches Abenteuer prinzipiell auch nichts einzuwenden.
Aber unter den gegebenen Verhältnissen wird wohl demnächst Mond und Mars alsbald den strategischen Planungen der Eroberer und den Plattheiten von nationaler Größe, ewigem Ruhm und allgemeiner Weltbeglückungsmission etc., unterworfen werden.

Angesichts dessen, was gerade neu formatiert wird und was an Weltbewegendem bewegt wird, kann man sich des Eindrucks schlecht entziehen, dass, bewusst oder unbewusst, ein großangelegtes Ausweichmanöver vor den eigentlichen Zeitfragen stattfindet.
Da treibt, insbesondere in den westlichen Ländern, ein Großteil der Gesellschaft, mitsamt ihren Vorbildern oder gerade wegen diesen, in einer sinnentleerten Geschäftigkeit und erfindet in rascher Folge neue Konzepte und Strategien zur berauschenden Selbstvermeidung.
Achterbahn auf allen Rängen!

Die andere Seite, das andere Ufer, nämlich die Verwandlung der Erde in einen Weltkörper, der die Liebe des Menschen erfahren und durch diese Liebe sich selbst gewandelt hat; der sich dadurch mit neuen Potentialen ausgestattet hat und die Liebe als neue Substanz ins Weltall hinausstrahlt; eine solche andere Seite ist nicht in Sicht.
Dieses eigentliche Gegenüber, dieser eigentliche Auftrag, die Erde wie ein Samenkorn in die Wandlungskräfte des Menschen aufzunehmen, ihr die Möglichkeit zu eröffnen, sich durch die neu hinzugefügten Kräfte der menschlichen Liebe mit dem Menschen weiter zu entwickeln, dieses andere Ufer liegt hinter dem lärmenden Nebel der „Achterbahn“ …..und wartet ….auf jeden von uns!

Wohin? ….. Brücke oder Achterbahn?..?? II

(Manuskript von 2004)

Aufbruch oder Beharrung?
Aber es gibt ja leider nicht nur die „Achterbahn“ durch einen fragwürdigen Fortschritt, sondern auch durch ein ausgeprägtes Beharrungsvermögen.
In der Beharrung verfällt man in das andere Extrem und duckt sich vor einer wirklichen Modernität, vor einem wirklichen Eintritt in ein neues Jahrtausend und einer neuen Zeit der Menschheit, mit einer Rolle rückwärts in die Traditionen.



Rückwärtsschauend wird so hochgehalten und als allgemeiner Lebensinhalt definiert, was schon die Großväter bejubelt haben. Dann wird eifrig postuliert, dass dasjenige was schon früher so gewesen ist und damals gut war, auch heute noch das Beste sein muss.

Es sei damit nichts gesagt gegen ein dankendes Andenken an die Vergangenheit. Auch nichts gegen eine vernünftige Traditionspflege.
Aber es muss doch gefragt werden, ob es noch zeitgemäß ist, wenn viele Menschen so leben wollen, als müsse die Vergangenheit sich durch unser Leben fortleben und durch uns ewig bewahrt bleiben?
Sollte jetzt nicht wirklicher Aufbruch, wahre Modernität und Geistesgegenwart angesagt sein?
Sind darum nicht auch ganz andere Fragen an die Menschheit zu stellen, als die Achterbahnfahrer für wichtig, richtig, pässlich, passabel und diskussionswürdig halten?
Und wird nicht mit einer Zähigkeit, als hätte man den Rückwärtsgang im Gehirn und Klebstoff unter den Füßen, das alte verteidigt? In wie vielen Gestalten und Facetten tritt uns ein Abdriften in überlebte Strukturen und in traditionelle Ordnungen und Handlungsmuster entgegen. Vom „Wächterrat“ auf der einen, bis zum „Kampf der Kulturen“ auf der anderen Seite. Keine Kanne ist zu alt, um nicht noch einmal kalten Welten-Kaffee hinein zu schütten.

Wäre es nicht vielmehr dringend an der Zeit, den drohenden „Kampf der Kulturen“, der ja weltweit das Denken okkupiert hat, durch eine wahrhafte „Kultur der Kulturen“ zu ersetzen?

Doch, wenn eine wirkliche, eine offene Anfrage an die tatsächliche Kultur in der Kultur gestellt werden soll, dann muss die Frage, die wir uns hier schon einmal gestellt haben, die Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker, noch um die individuelle Komponente der Selbstbestimmung ergänzt werden: Die Frage nach der „Kulturellen Identität“.
Es gilt grundlegend zu fragen, ob die Anschauung, die davon ausgeht, dass alle Menschen irgendwie gleich sind und bei ehrlichem Bemühen schon irgendwie zu umgänglichen Formen des Miteinanders kommen müssten, vor der Wirklichkeit Bestand hat?
Oder ist es eine grobe Täuschung, wenn man die wesenhaften, die tiefen geistig-spirituellen Unterschiede und Verschiedenheiten, die sich durch eine Kultur ausdrücken, nicht zur Kenntnis nimmt.
Reicht es aus, sich mit einem allgemeinen Wohlgefallen am allseitigen guten Willen zu versammeln und unterschiedliche Richtungen der Kulturen auszuklammern?
Oder sind Unterschiede in den grundlegenden, den fundamentalen Verschiedenheiten und elementar verschiedenen Ausrichtungen der gesamten Lebensideen nicht wirklich zur Geltung zu bringen?
Wie kann man dieses zur Geltung bringen, dieses Gelten lassen der fundamentalen Differenz in den Lebensideen realisieren?

Wie kann man fundamentale Unterschiede gelten lassen, ohne fundamentalistisch im negativen Sinn zu werden?
Es geht eigentlich nur unter zwei Voraussetzungen.

Zum ersten muss man akzeptieren, dass Menschen, die miteinander in einer Zeit auf der Erde leben, nicht unbedingt alle ein und der selben Zeit angehören.
Das heißt schlicht und ergreifend, dass es so etwas wie verschiedene kulturelle „Zeitfenster“ gibt.
Diese „Zeitfenster“ sind nur relativ zu einander verschieden.
Damit ist nichts über Vorrang oder Nachrang gesagt.
Denn, so wenig wie der Morgen prinzipiell besser ist als die Mittagsstunde, der Abend oder die Nacht, genau so wenig, ist die eine kulturelle Zeitzone „besser“ als die andere. Sie miteinander machen den Tag aus. Miteinander füllen sie erst die Zeit.
Jeder Mensch der einigermaßen etwas vom Leben versteht, wird nicht behaupten, dass man nur am frühem Morgen richtig leben könne. Der verpasste Mittagstisch kann ihn schon eines besseren belehren. Wie gehaltvoll manche Abendstunden sein können, weiß wohl nicht nur mancher venezianische Gondoliere zu besingen. Von den Freuden der Nacht ganz zu schweigen.
So sollte jeder Angehörige einer Kultur vorrangigst darauf schauen, was der andere zur Fülle seines Tages beiträgt. Und als einfachste Übung könnte, für den manchmal mehr eingebildeten denn gebildeten Zeitgenossen, ein Nachdenken darüber sein, warum er seinen Stantort und sein Ziel immer noch darüber bestimmt, dass er sich orientiert.
Der Orient hat zu unserer Bewusstseinslage viel mehr beigetragen, als die meisten nur ahnen.


Darüber kommen wir zur zweiten Voraussetzung einer Kultur in der Kultur.
Toleranz!
Toleranz, die nicht nur den anderen duldet, sondern dessen anders Sein bejaht.
Die sein anderes „Zeitfenster“, seine andere Lebensidee, bejaht.
Die auch im Idealfall ein lebendiges Interesse an der anderen „Lebensidee“ entwickelt.
Eine solche Bejahung des anders Sein des anderen hat eine Voraussetzung: Die Toleranz ist beidseitig und von gegen-seitiger Freiheit geprägt.

Die gegenseitig akzeptierte und gewährte Freiheit ist der Punkt an dem sich die Geister scheiden.

Die Freiheit ist aber auch der Schnittpunkt, an dem man akzeptieren muss, dass man aus Toleranzgründen keine Umpolung der Kultur in die Intoleranz akzeptieren kann!

An diesem Punkt muss man sich, gegebenenfalls auch nachdrücklich, gegen Tendenzen wehren, die eine persönliche Freiheit als Kulturgut aufzuheben wollen und neue Staats-religionen und/oder Religionsstaaten in Europa gründen wollen.

Stichwort: Kalifatstaat, Gottesstaaten. etc.

Kurzum: Jede Toleranz muss dort ihr Ende finden, wo sie als Vehikel zur Installierung eines intoleranten Regimes missbraucht wird.

Denn dazu ist die Freiheit ein zu hohes Kulturgut.


Denn ist Freiheit nicht wirklich ein Kultur - Gut?
Ist es, trotz aller Mängel die sich immer wieder zeigen, ein Kulturgut, in einer Gesellschaft zu leben, die dem Individuum die Freiheit bietet, weitgehend sein Leben selbst zu bestimmen
(Jedenfalls bis an die Grenze der Freiheit des anderen.)
Die Möglichkeit, sein Leben weitgehend selbständig zu führen und seine eigene Wege zu finden, war auch in diesem Land in der Vergangenheit keineswegs selbstverständlich.
Auch aus dieser Erfahrung heraus, muss man die Möglichkeit zu einer selbstverantworteten Lebensführung schon in seiner ganzen Bedeutung erfassen.
Freiheit und Selbstbestimmung sind eher ein zartes Pflänzchen, denn eine zementierte Selbstverständlichkeit.
Und daher muss man sich auch immer wieder um dieses „Pflänzchen“ bemühen. Damit es nicht verdorrt oder zertreten wird.

Da eben zur Zeit so unendlich viel auf der Welt, sogar im Zeichen von Religionen, „verdorrt“ und „zertreten“ wird, sei noch einmal auf die Bedeutung der Religion, hinsichtlich der Freiheit und Selbstbestimmung hingewiesen.
Es ist schon ein großer Unterschied in der gesamten Lebenserfassung da, wenn man mit einem Glauben lebt, dass eine Gottheit das Leben für einen regelt und daher die persönliche Freiheit unbedeutend ist, gegenüber einem Glauben, dass die Gottheit die Befähigung zur Freiheit und zur freien Tat geschenkt hat.
Wenn die selbstverantwortete Lebensführung, die individuelle Freiheit, einen prägenden Einfluss hat, ist es dann gleichgültig für den Verlauf einer kulturellen Entwicklung, ob ein Mensch z.B. an eine Macht über ihm glaubt, die alle Aspekte seines Lebens für ihn regelt. Einer Macht, der er aus seinem freien Willen nichts hinzufügen kann, weil es für ihn gar keinen freien Willen des Menschen gibt.
Lebt man in einer Vorbestimmten, in einer göttlich determinierten Welt, nicht anders, als in einer Welt in der man aufgerufen ist, mitzuwirken an der Entwicklung der Welt?

Werden da nicht wesentliche Unterschiede sichtbar?
Wenn wir also tatsächlich Kultur, das heißt Freiheit des Menschen, in den Kulturen haben wollen, werden wir nicht umhin kommen, solche Unterschiede in den grundlegenden Lebensbefindlichkeiten zu erkennen, auszuhalten und zu gestalten!
 

Es ist im Umgang miteinander letztendlich nicht hilfreich, wirkliche Unterschiedenheit mit wohlwollender Indifferenz übertünchen zu wollen.
Wird eine Kultur, in der alle Freiheit in bezug auf das eigene Schicksal verneint wird, wo Gottergebenheit nur im Gegenzug einer Selbstabsage möglich ist, wird eine solche Kultur nicht zwangsläufig ganz anders sein als eine, die eine individuelle Selbstverantwortung und Selbstentfaltung zulässt oder sogar fördert?
Man wird sich daher auch damit auseinandersetzen müssen, dass eine ausdrückliche Ablehnung, als auch eine gewisse Lethargie gegenüber den individuellen Möglichkeiten, zu anderen Kulturergebnissen führt, als wenn die Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelnen forciert werden.
Und gerade unter diesem Aspekt kann man sich des Eindrucks nicht entziehen, dass in manchen Gesellschaften die kulturelle Selbstabsage sich mit einem lebensfüllenden Kleid aus Traditionen bemäntelt.
Wo der Verzicht hinsichtlich einer eigenen Modernität ggf. noch mit einem religiösen Sendungsbewusstsein überhöht wird, in dem dann sogar jede abweichende Sicht der Welt, als „Unglaube“ bekämpft werden kann.

Da dieser Vorwurf der „Ungläubigkeit“ ein immer wiederkehrendes Signum gewisser islamistisch - fundamentalistischer Kreise ist, sei dazu angemerkt, dass es von einer Verelendung des Geistes zeugt, einen anderen Menschen als „Ungläubigen“ zu bezeichnen
Als könne ein Mensch einem anderen Menschen 'Gott' streitig machen.
Als könne es die eigene Bejahung vor Gott durch die Verneinung eines anderen Menschen geben.

Um jedem Missverständnis zu begegnen: Wer es für einen Ausdruck seiner kulturellen Identität ansieht, in seinen Traditionen stehen zu bleiben, soll stehen bleiben dürfen.
Das ist seine Freiheit!
Wer stehen bleiben will, aber aus seiner Haltung anderen das weitergehen verbieten will, weil eigenes Gehen für ihn an Gotteslästerung grenzt, dem muss diese Freiheit versagt werden.
Vor allem muss diese Freiheit versagt werden, in den Fällen, wo Menschen heute noch andere Menschen wegen deren Geschlecht als Wesen ohne eigene Würde behandeln!
Da ist die „kulturelle Identität“ in vielen Fällen nur ein treffliches Mäntelchen unter dem sich eine menschenverachtende Praxis, besonders in bezug auf Frauen, breit gemacht hat.
Auch da wollen vor allem etliche Herren der Schöpfung nicht aus der Achterbahn heraus!



An der Akzeptanz und im Umgang mit der menschlichen Freiheit scheiden sich auch hier wieder die Geister!
Die Freiheit ist auch hier der wesentliche Schnitt- und Brennpunkt. Wohin man sich hinsichtlich der Freiheit orientiert, ist im höchsten Maße kulturprägend.

Heute gilt es daher, die Verantwortung des Menschen, auch jenseits von religiösen Bekenntnissen, für seine Freiheits-Möglichkeiten zu betonen...und überall praktisch zu fördern!
Nur so lässt sich hier der Weg von der Achterbahn zum Brückenbau der „Kultur in den Kulturen“ finden!